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Grußwort des Vorsitzenden Peter Hausmann

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Karten und Pläne aus Alt-Laim - Ausstellung in der Münchner Stadtbibliothek Laim

Aus den Beständen des Historischen Vereins Laim e.V.

Laim hat über Jahrhunderte seinen Charakter als beschauliches Bauerndorf - weitab des großen Weltgeschehens - bewahrt. Erst nach dem Eisenbahnbau Mitte des 19. Jh. wandelt sich der Charakter des Dorfes, das im Jahre 1900 zum Münchner Stadtteil wird. Die Ausstellung will die Hauptaspekte dieser Entwicklung, die zur heutigen Gestalt des Stadtteils Laim geführt haben, mit Hilfe von Karten und Plänen (z. T. als Nachdrucke oder Kopien) aus dem Archiv des Historischen Vereins darstellen.

Themen sind u. a.

Detailinformationen

Der Bau der ersten bayerischen Fernbahn von München nach Augsburg (1839/40), die durch die Gemarkung Laim führt und die später folgenden Eisenbahnbauten auf Laimer Gebiet beenden am Ende des 19. Jahrhunderts eine jahrhundertealte „ländliche Idylle“ in rasantem Tempo.

Während nur einer Generation vollzieht sich die Wandlung zu einem belebten Stadtteil der Landeshauptstadt.

Die Einwohnerzahlen versiebzehnfachen sich im gleichen Zeitraum. Der bis heute anhaltende Anstieg der Bevölkerungszahlen wird nur jeweils in den Kriegs- und Nachkriegsjahren für einige Zeit gebremst. Die dadurch hervorgerufenen Wandlungen lassen sich naturgemäß auch in den verschiedenen Karten und Plänen*) verfolgen.
Zunächst verschlingt die Bahn immer neue landwirtschaftliche Flächen für ihre ständig expandierenden Anlagen.

Parallel zu den Bahnlinien siedeln sich verschiedene Industrieanlagen an, für die ein Gleisanschluss ein willkommener Standortvorteil ist, wodurch weitere Kulturflächen Flächen verloren gehen. Bahn und Industrie benötigen eine große Zahl von Arbeitskräften, die naturgemäß eine Wohnung in Arbeitsplatznähe suchen. Das führt zu permanenter Wohnungsnot und immer weiter um sich greifender Wohnbebauung. Die Karten zeigen auch die neu entstehenden Siedlungsschwerpunkte. Sie weisen aber auch den fortschreitenden Verlust an alter Bausubstanz nach, die schließlich zu einer fast völligen Zerstörung des alten Dorfkernes um die St.-Ulrichs-Kirche führt.

Auch heute noch schreitet die Zerstörung älterer eingegrünter Gebäude zugunsten einer Neubebauung weiter fort, die häufig fast die ganze Grundstücksfläche umfasst. So verändert sich der Charakter des Stadtteils weiter.

Was bis jetzt dennoch das Gesicht Laims prägt, ist die gute Durchgrünung dieses Stadtteils. Den Staffelbauplänen, die auf den Laimer Schlösslbesitzer Prof. Th. Fischer zurückgehen, ist es zu verdankten, dass neben den bevölkerungsreichen Wohnblöcken der verschiedenen Wohnungsbaugesellschaften, auch Villenkolonien und Kleinhaussiedlungen entstehen konnten.

Die seit 1907 und vor allem während des 1. Weltkrieges entstehenden Kleingartenanlagen, die erfreulicher Weise zum überwiegenden Teil bis jetzt der Bodenspekulation entzogen blieben, runden den Eindruck des grünen Laims ab. Auch diesen Entwicklungsstrang weisen die Karten und Pläne aus.

*) Unter Karten wollen wir (entsprechend der Gepflogenheiten in den Archiven) gedruckte verebnete Abbildungen von Teilen der Erdoberfläche verstehen. Pläne sind dann entsprechende Zeichnungen.

Eingetragen am 08.04.2015

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