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Der Großbrand in Laim im 19. Jahrhundert

Der Großbrand in Laim im 19. JahrhundertIn mühevoller Kleinarbeit hat sich der stellvertretende Vorsitzende des Historischen Vereins Laim e.V., der Historiker Lothar Schmidt, mit den Vorgängen um den Großbrand in Laim befasst. Dem damaligen Brand fielen zahlreiche Laimer Gebäude, man spricht von bis zu 17, darunter auch die Dorfwirtschaft, zum Opfer. Bis heute ist das genaue Datum des damaligen Brandes ungeklärt geblieben. Lothar Schmidt ist es nunmehr zu verdanken, dass Licht in das Dunkel der Vorgänge um den Brand kommt.

Variante 1 - 1847
Jahrzehntelang ging man davon aus, dass der Großbrand im Jahre 1847 stattgefunden habe. Wann diese Jahreszahl von wem in die Welt gesetzt wurde, lässt sich heute nicht mehr nachprüfen. Tatsache aber ist, dass sein ca.1950 dieses Datum immer wieder ungeprüft abgeschrieben und somit weitergegeben wurde. Des weiteres wurde behauptet, dass die Dorfwirtschaft „Krüglwirt“ geheißen habe. Belege für die Behauptungen wurden nie vorgelegt. Es hatte sich auch nie jemand die Mühe gemacht im Münchner Stadtarchiv nachzuforschen. Erst vor einigen Jahren begannen Vertreter des Historischen Vereins Laim e.V. dort mit Nachforschungen zu bestimmten Themen (Freiwillige Feuerwehr Laim, Friedhof St. Ulrich, Laimer Gaststätte usw.). Von Vertretern des Stadtarchiv wurde das sehr begrüßt, liegt in diesem Archiv doch der gesamte Bestand der Akten der alten Gemeinde Laim vor 1900.

Variante 2 – 1848
Wie es zu der Variante 1 kam ist auch deshalb nicht nachzuvollziehen, brachte doch das Laimer Wochenblatt bereits in der Ausgabe 1 des Jahres 1935, als Jubiläumsausgabe zum 35järigen Jubiläum der Eingemeindung nach München, auf Seite 1 nachstehende Schilderung der Vorgänge um die Feuersbrunst: „Von einer schweren Heimsuchung wurde das friedliche Dörfchen (Laim) im Herbst des Jahres 1848 an einem Frauentage getroffen, als gegen Abend eine verheerende Feuersbrunst 13 Firste, darunter auch die Dorfwirtschaft, zum „Krüglwirt“ genannt, in Asche legte.“
Warum diese Jahreszahl bisher nicht aufgegriffen wurde lässt sich ebenso wenig aufklären wie der Umstand, dass die abgebrannte Wirtschaft gar nicht Krüglwirt hieß, sondern nach dem damaligen Wirt „Prieglbräu“.

Variante 3 – 1849
Lothar Schmidt blieb es vorbehalten das Datum 1849 mit aussagekräftigen Unterlagen zu untermauern. Er Fand die Bestätigung der neuen Jahreszahl beim Studium alter Ausgaben des „Neues Münchener Tagblatt“ und der „Neueste Nachrichten“ aus dem September 1849.

Anlage 1 bringt den Bericht  aus „Neues Münchener Tagblatt“ vom 13. September 1849 zu dem Großbrand in Laim. Dort wird das Entstehen des Brandes allgemein „ruchloser Hand“ zugeschrieben, man sprach also von Brandstiftung. In der Ausgabe der „Neueste Nachrichten“ (Anlage 2) geht es um Unterstützung notleidender Laimer durch hochgestellte Personen wie z.B. SkH Frau Prinzessin Luitpold (es war üblich, dass weibliche Mitglieder des königlichen Hauses die Namen ihrer Ehemänner führten.
Auch Se. Majestät der König lies den Abgebrannten von Laim ein namhaftes Geschenk zukommen.
Aus den Anlagen 3 und 4 geht hervor, dass die Sach- und Geldspenden für die Abgebrannten von Laim täglich wuchsen. Geldbeträge wurden ebenso gewissenhaft verbucht wie z.B. gestiftete 5 Paar Strümpfe.
Nachdem das Neue Münchener Tagblatt am 13. September davon berichtete, dass gestern Abends um 8 Uhr im Stadl des dortigen Wirtshauses das Feuer ausbrach, steht unwiderruflich fest, dass der Großbrand in Laim am 12. September 1848 stattfand.

Laim, 12. Juli 2016
Josef Kirchmeier
Schriftführer im Historischen Verein Laim e.V.

Eingetragen am 12.07.2016

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